Pflanzenbörse

Pflanzenbörse des Netzwerks „Gartenparadiese Haßberge“
 
Am 31. März veranstaltete Inge Hahn in Hof und Garten ihres Ferienhauses in Friesenhausen eine Pflanzentauschbörse, zu der sie – getreu dem Motto „Alles muss klein beginnen“ – zunächst die Mitglieder des Netzwerks „Gartenparadiese Haßberge“ eingeladen hatte.
Das Netzwerk verbindet Gartenfreunde aus dem gesamten Haßbergkreis, die die Naturnähe ihrer Gärten auf ganz verschiedene gestalterische Art und Weise hochhalten und sich zum Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Gartenerleben zusammengefunden haben. So werden in Künstlergärten gärtnerische und skulpturelle oder malerische Gestaltungen verbunden, Kräutergärten befüllen die heimische Küche mit vielfältigen Aromen. Einige Gärten sind an Schlösser oder Kirchen angeschlossen und geben durch ihr Bild auch jenen Gemäuern besondere Gestalt. Andere Gärten sind reine Privatgärten.
Aus Friesenhausen beteiligen sich drei Gartenbegeisterte an dem Netzwerk: Christa Lampert betreibt den lange unbenutzt gebliebenen Pfarrgarten der katholischen Kirche als Obst- und Gemüsegarten. Andrea Meub pflegt den vormals brachliegenden Garten unterhalb des von ihr restaurierten historischen Dorfladens und der dazugehörigen historischen Scheune als jahreszeitlich wechselnden Blühgarten aus Sträuchern, Stauden und Blumen. Inge Hahn formt auf dem an ihr Wohn- und Ferienhaus „Im Weißen Lamm“ angeschlossenen Gartengrundstück einen naturnahen Garten Obst-, Gemüse- und Kräutergarten.
Zahlreiche Mitglieder des Netzwerks nutzten den Sonntagnachmittag, um nach einem Besuch des historischen Dorfladens und Gartens von Andrea Meub in Inge Hahns Hof auf Schatzsuche zu gehen. Zahlreiche beinahe unscheinbare Pflänzchen wurden begutachtet und getauscht, um in neuen Gärten zu wachsen und zu gedeihen. Wie Andrea Meub bot auch Inge Hahn eine Führung durch ihren Garten an. Hier war zu erfahren, dass das oberhalb des Hauses gelegene und zum Garten hinzugeschlossene Grundstück nach einem Brand, der das einst dort stehende Gebäude vollständig zerstörte, eine Fundgrube für Garten und Kunst der Eigentümerin bildet. Alles, was Inge Hahn auf dem Grundstück findet, wird verwendet, seien es alte Ziegel zum Bau von Hochbeeten oder Astholzfundstücke, die sie in von ihr geschaffene Collagen und Plastiken einstellt.
Die Möglichkeit einer Besichtigung von Atelier und Ferienhaus sowie kulinarische Köstlichkeiten zu Kaffee oder Tee schufen ein umfangreiches Genuss- und Informationsangebot, das die Gäste gerne annahmen.

Text Y.B.
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