Neubürgerempfang 2017

Der Neubürgerempfang 2017 in Aidhausen

Nicht jede Gemeinde leistet sich eine aufwändige Begrüßung ihrer „Zugereisten“ – die hiesige schon. Seit einiger Zeit veranstalten Bürgermeister Dieter Möhring und wechselnde Besetzungen aus der Mitte des Gemeinderates eine alljährliche Begrüßungsfeier für alle, die innerhalb des vergangenen Jahres neu in die Gemeinde gezogen sind.

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Der Grippewelle geschuldet, hielt sich der tatsächliche Andrang der Neubürger in diesem Jahr gegenüber der noch stattlichen Anmeldeliste zwar in Grenzen. Doch die, die am 11. Februar um 15:00 Uhr den Weg in die Mehrgenerationenwerkstatt in Aidhausen fanden, wurden mit reichhaltigen Informationen über die Gemeinde und das Gemeindeleben sowie mit der Gelegenheit zum ungezwungenen Kennenlernen belohnt.

Erster Bürgermeister Dieter Möhring, zweite Bürgermeisterin Claudia Röhnert, Gemeinderat Stefan Conrad und Kreisbrandinspektor Dieter Hegemann nahmen sich Zeit für die Neubürger. Ganz in dem Bestreben, sie hier nicht nur anzusiedeln, sondern rasch auch zu aktiven Mitstreitern im Ringen um ein lebenswertes Miteinander in der Gemeinde zu machen, hielt sich Bürgermeister Möhring nicht allzu lange mit statistischen Fakten auf, sondern berichtete lieber vom prallen Gemeindeleben gestern, heute und morgen: etwa vom letztjährigen Jugendworkshop und den hieraus gewonnenen Ideen für die Gestaltung des Gemeindelebens, von der Gruppenreise nach Klosterlangheim, die Gelegenheit zum Verschnaufen und Reflektieren nach zahlreichen Dorferneuerungsprojekten in den Gemeindeteilen bot, von den vielen Vereinsaktivitäten, denen allen beizuwohnen nahezu unmöglich sei, und – nahtlos – von den Vorhaben der Zukunft: dem weiteren Ausbau der Radwege in Richtung Wettringen/Ellertshäuser See und Reckertshausen/Hofheim, der Neugestaltung des Löschweihers in Friesenhausen, der Platzierung attraktiver kultureller Angebote, die Touristen und Einheimischen gleichermaßen zugute kommen sollen, von den Bemühungen um bedarfsgerechte Mobilität für Kinder, Jugendliche oder Senioren. Wer hier zuhörte, bekam schnell eine Ahnung von der Komplexität der Gemeindearbeit und von dem rastlosen Engagement, das sichtbar dahinter steht.

Wie schnell die Fülle an reizvollen Aufgaben auch von Neubürgern Besitz ergreift, zeigte sich im Anschluss, als Christine Fesel vom Fortschreiten der Projekte des Vereins „Besser gemeinsam leben e. V.“ im Ortsteil Friesenhausen berichtete. Die erst im Mai 2016 zugezogene Quartiersmanagerin skizzierte den Stand der Initiativen des Vereins, der mit einer Kleinkunstbühne nebst Kreativwerkstatt sowie mit einem zwischen dem Gutshof Hess und dem Friedhofsgelände in Friesenhausen entstehenden Wohnprojekt neue Formen des Zusammenlebens für den Ort erschließen will.

Idyllische Kurzfilme über den Naturpark Haßberge und die Gemeinde Aidhausen mit ihren sechs Gemeindeteilen boten Gelegenheit zum Innehalten. Wie es üblich ist in Aidhausen, war auch diese Begrüßung von einem kulinarischen Willkommensgruß begleitet. Zum Kaffee vor Ort brachte Gemeinderat Stefan Conrad den von Maria Conrad aus Rottenstein frisch gebackenen Kuchen mit. So entspann sich anschließend ein lockerer Ratsch, der schnell zeigte, dass hinter dem Konzept der Veranstaltung nicht nur Pflichtbewusstsein, sondern echtes Interesse der Gemeindeoberen an den Neubürgern steckt.

Mit der frisch aktualisierten Gemeindemappe voller wertvoller Informationen zur Gemeinde, zum Bauen und Wohnen, zu Fördermöglichkeiten, Infrastruktur und Versorgung sowie zum Gewerbe und Vereinsleben in Aidhausen und den Ortsteilen und einem Willkommensgeschenk samt Gemeindewappen ausgestattet, entließ Bürgermeister Möhring die Neubürger ins pralle Gemeindeleben.

Y. Bruckauf
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