Gemeindewald

Der trockene Sommer 2015 setzte dem Wald zu


Die Bodentrockenheit im Wald war im Jahr 2015 mit dem Extremtrockenjahr  2003  vergleichbar.  Lediglich die kleineren, nicht sehr ergiebigen Niederschlagsphasen verhinderten massivere akute Schäden am Wald. Für eine abschließende Bilanz ist es jedoch  noch zu früh.

mehr dazu erfahren Sie hier
 


 

PEFC Zertifizierung in der Gemeinde   

Erläuterung:   klick zur Einladung         Anlage 1:   klick zur Einladung       Anlage 2:   klick zur Einladung


 

    


Die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern in Bayern


Hier einige Informationen...   
 


Freiwilliger Waldtausch in Kerbfeld


In Kerbfeld wurde ein freiwilliger Waldtausch durchgeführt. Viele Besitzer haben sich angeschlossen und somit dazu beigetragen eine bessere  Bewirtschaftung der Flächen/des Waldes zu gewähren. Auch die Gemeinde  hat sich beteiligt und bedankt sich bei allen Vordenkern.

Ausführungsanordnung
Die Ausführung des freiwilligen Landtausches wird hiermit nach § 103 f Abs. 3 Satz 2 des Flurbereinigungsgesetzes - FlurbG - angeordnet.

Der neue Rechtszustand tritt mit dem 17.12.2013 an die Stelle des  bisherigen Rechtszustandes. Mit diesem Tage werden die neuen Grundstücke anstelle der alten Grundstücke Eigentum der Tauschpartner. Nach  Eintritt des neuen Rechtszustandes kann nur mehr über die neuen  Grundstücke verfügt werden.
 
Hinsichtlich der Rechte an den alten Grundstücken treten die neuen Grundstücke an die Stelle der alten.

Der Übergang des Besitzes und der Nutzung der Tauschgrundstücke erfolgt mit dem Eintritt des neuen Rechtszustandes.

Gründe
Die Tauschpartner haben den freiwilligen Landtausch zur Verbesserung der  Agrarstruktur/ Forststruktur beantragt und glaubhaft gemacht, dass sich  seine Durchführung verwirklichen lässt.

Der Tauschplan ist von allen Tauschpartnern genehmigt worden.

Der freiwillige Landtausch und seine Ausführung waren daher nach § 103 c und § 103 f Abs. 3 FlurbG anzuordnen.
    


Waldbegehung 2014

Von der Naturverjüngung/Pflanzung bis zum Verjüngungsbestand


Besichtigungspunkt Nr. 1:
ll 5b3 Urles Happertshausen

5jährige Naturverjüngung aus Fichte, Lärche und Douglasie, Pflanzung von Bergahorn und Rotbuche in einem Käfer-/Windwurfloch und unter dem Fichtenaltholzschirm ohne Zaun Brombeerwuchs und Verbiss erfordern viel Zeit, um die 0,1 ha große Kultur zu sichern.

Besichtigungspunkt Nr. 2:
ll 5b3 Urles Happertshausen

10jährige Jungbestandsfläche aus Rbu, Bah, Kir, Ei, Rbu, Bi, Vogb, Hbu, Fi und Lä.auf 0,6 ha. Die Freifläche entstand nach Windwurf (120 fm) und Käferbefall (80 fm) in den Jahren 1998 bis 2004. Die Zäunung erfolgte ebenfalls 2004.lnsgesamt wurde zweimal eine Nachbesserung und 6mal eine Schlagpflege durchgeführt, um die Konkurrenzvegetation (v.a. Brombeere) in Griff zu bekommen.

Besichtiqungspunkt Nr. 3:
ll 5b6 Urles Happertshausen

23jährige Dickungsfläche aus Ei, Kir, Es, Hbu, Fi und Kie, die nach Wiebke 1990 gepflanzt wurde. Auf der Fläche wurde bereits zweimal Schlagpflege und 3mal Jungbestandspflege durchgeführt. Die 1,4ha große Fläche war bis 1997 gezäunt.

Besichtigungspunkt Nr. 4:
ll 5b4 Urles Happertshausen

30-35jährige Jungdurchforstung aus Douglasie, Fichte und Eiche (Kirsche, Buche). Seit Operatsbeginn 1994 wurden Ei-Überhälter (44 fm) entnommen und im Zuge der Schmuckreisiggewinnung einige Douglasien entnommen bzw. in Wegenähe geastet bis auf 6m.

Es ist beabsichtigt, die Douglasie 12 m hoch mit der sog. Distelleiter zu asten (dazu eine Vorführung durch die Firma Birklein aus Bramberg).

Bei einer Komplettastung von 0 bis auf 12 m Höhe benötigt der Waldarbeiter 30-35 Minuten pro Baum. Bei einem Stundensatz von 30,--€/Std, sind dies zwischen 15-17,--€/Baum. Bei insgesamt 100 zu astenden Douglasien ist das eine lnvestition von ca. 1600,--€ in diesem Bestand.

Anschließend sollen die geasteten Douglasien mit einer Durchforstung gefördert werden.

Geschätzter Anfall an verwertbarem Holz, ca. 25 fm Dgl-Pz/Pal.

Bei 20 fm Dgl-PZ (durchschnittl. 1b-2b) mit 60,-€/fm und 5 fm Dgl-Palette (durchschnittl. 1b-2a) mit 40,--€/fm = 1400,--€ Reinerlös. Damit wäre die lnvestion nahezu im darauffolgendem Jahr bereits kompensiert, ohne den erhelblichen Mehrerlös in der Zukunft für die wertholzhaltigen Douglasien im Erntealter (mit ca. 80Jahre, also in ca. 40-45 Jahren).

Besichtigungspunkt Nr. 5:
ll 5b3 Urles Happertshausen

60-90jährige Jungdurchforstung aus Fi, Kie, Lä, Ei (Kir, Bi, Hbu), entstanden nach dem 2. Weltkrieg. Die Eichenmittelwälder wurden kahlgeschlagen und mit Nadelholz (Fi auf feuchten und Kie, Lä auf trockenen Standorten gepflanzt. Die vorhandene NVJ aus Ei, Kir, Bi und sonstigem Lbh gesellte sich noch zu der Aufforstungsfläche. Aus den damals reinen Nadelholzbeständen wurden noch z.T. Mischbestände mit beachtlichem Lbh-Anteil.

Die letzten 3 Durchforstungseingrilfe (1997,2001 und 2009 brachten insgesamt 610 fm auf 6,7 ha (30 fm/ha). Nur in den reinen Fichtenbereichen kam es immer wieder zu Windwürfen und Borkenkäferbefall.

Besichtigungspunkt Nr. 6:
ll 5b1 Urles Happertshausen

100-140jähriger Altholzbestand aus Ei,Bu,Lä,Kie,Fi,Bi aus ehemaligem Mittelwald. Die 10 ha große Fläche wurde 1996,2005 und 2012 durchforstet mit insgesamt 1337 fm (45 fm/ha).

Zwischen 1998 und 2013 fielen 102 fm Dürre und Windwurfholz (ZE) an. ln den entstandenen Lücken hat sich inzwischen Bu,Ei-NVJ eingestellt. Die nächste Waldgeneration schiebt sich unter dem Dach des Altholzes hoch.

Die Fläche hat auch hohen Wert für den Waldnaturschutz mit zahlreichen Spechthöhlen und anderen Biotopbäumen. Dies wäre eine potentielle Fläche für einen Förderantrag der VNP-Richtlinienprogramm.

Aus Waldschutzgründen werden jedoch frisch dürrgewordene Eichen (wegen Eichenprachtkäfer) entnommen und das Sth verwertet und zusammen mit dem Brh zügig aus dem Wald geschafft.
 


Betriebsarbeit

    
Waldarbeit umfasst ein breites Spektrum an Aufgaben, die unter Berücksichtigung

  •     der Jahreszeit und Witterung,
  •     der betrieblichen und wirtschaftlichen Situation sowie
  •     der natürlichen Einflüsse (zum Beispiel Sturmwurf, Borkenkäferbefall)


durchgeführt werden.
 


Arbeitsschwerpunkte   

Kostenstellen
 

Prozent der Arbeitsstunden
 

Ernten von Holz

31 %

Begründen von Wald (Säen und Pflanzen, Kulturpflege)

5 %

Pflege des jungen Waldes, Ästen

5 %

Abwehr von Schäden vom Wald

6 %

Unterhaltung des Wegenetzes

4 %

Sonstiges: z.B. Unterhaltung der Erholungseinrichtungen

19 %

Ausbildung und Fortbildung der Waldarbeiter und FFw

29 %

Alle Betriebsarbeiten

100 %


Unfallverhütung

Unfälle sind keine Zufälle, Unfälle werden verursacht!
Waldarbeit ist immer noch schwere und gefährliche Arbeit!

Wo sonst treten so viele Schwierigkeiten auf durch:

  •     Witterungseinflüsse wie Hitze. Kälte. Regen. Schnee, Wind
  •     Rutsch- und Sturzgefahr durch Hindernisse, schwieriges Gelände. Nasse und Glätte
  •     Gefährliche Werkzeuge und Maschinen
  •     fallender Bäume
  •     Bruch von Ästen und Kronenteilen
  •     Einreißen,  Aufplatzen und Zurückschleudern von Stämmen und Ästen
  •     Ständig wechselnde Arbeitsorte
  •     Waldarbeit sollte daher nur von Fachkundigen ausgeführt werden
  •     Die Unfallverhütungsvorschriften sollen die Gesundheit der arbeitenden Menschen schützen.
  •     Das Tragen der richtigen Schutzkleidung ist Pflicht.


Freizeit-Waldarbeiter(innen) sind oft leichtsinnig! Viele Menschen — insbesondere im ländlichen Raum - arbeiten in ihrer Freizeit im Wald Schwerpunkt  ist die Aufarbeitung von Brennholz. in der Regel als ergänzender Brennstoff zu Öl oder Gas. Die Arbeit im Wald entwickelt sich zunehmend zum willkommenen Ausgleich zum normalen Job. Die körperliche Arbeit in der Natur wird als angenehm und entspannend empfunden. Oft wird jedoch die Unfallgefahr unterschätz. Wenn Sie Arbeiten im Wald selbst durchführen möchten, lassen Sie sich die Freude daran nicht vermiesen. Riskieren Sie aber auch nicht leichtsinnig Ihre Gesundheit oder gar Ihr Leben.
Informieren Sie sich bitte regelmäßig bei einem Profi über die aktuellen Vorschriften, die richtigen Arbeitstechniken. Arbeitsmittel und gute Schutzkleidung und wenden Sie diese Hinweise auch an. Der  Förster in Ihrer Nähe hilft Ihnen gerne weiter. Versuchen Sie, ihre Möglichkeiten richtig einzuschätzen und arbeiten Sie nie alleine. Es muss sichergestellt sein, dass im Notfall Hilfe herbeigeholt werden kann.