Dezember-Ticker

Advent, Advent
Das war die Gemeinde im Dezember

Das Jahr neigt sich endgültig dem Ende zu, und neben dem Weihnachtsbaumverkauf (in Nassach am 3. und 4. Adventswochenende) und dem Geschenkeeinkauf fand die Gemeinde noch Zeit für gemeinschaftliche Aktivitäten, die – in der Retrospektive – den Boden für schöne, vorweihnachtliche Geschichten bereiten:

Von der Dicken Eiche und dem allwissenden Nikolaus Roland

Wie in jedem Jahr veranstaltete der Haßbergverein Friesenhausen auch heuer wieder am 4.12. ab 10:00 Uhr die traditionelle Nikolauswanderung mit anschließender Weihnachtsfeier. Schon früh standen fleißige Helfer mit einem Anhänger voller Flammschalen, Bänke und Brennholz bereit, um den Empfang der Kinder und ihrer Familien an der Dicken Eiche zwischen Rottenstein und Eichelsdorf vorzubereiten. In der Küche, wo das spätere Mittagessen für den Großen Saal vorzubereiten war, ging es ab 9:00 Uhr hoch her. Derweil führte Manuela Wolf die Wanderung zur dicken Eiche an, zu der heuer mehr als zwanzig Kinder nebst Eltern und Großeltern folgten.

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Bei Rückkehr der Wandergruppe hatten sich schon viele Gäste im Sportheim eingefunden, die gemeinsam mit den Kindern mit Spannung den Nikolaus erwarteten. Die jungen Friesenhäuser Musikanten unter Leitung von Martin Hofmann verkürzten die Wartezeit und leiteten den Einzug des Weihnachtsmannes Roland ein. Dieser erwies sich als perfekt vorbereitet und brachte vor allem durch seine Allwissenheit über die kleinen Ungehorsamkeiten der anwesenden Kinder viele Augen zum Staunen. Mit großem Applaus bedacht wurden die „jungen Gaukler“, Nachwuchsgruppe der Theaterabteilung, für ihren Einakter „Ein Pfarrer lügt doch nicht“. Mit einem langen, urgemütlichen Beisammensein klang die Feier am Nachmittag aus.

 

Von der Kunst, eine Theaterkarte zu erwerben

Klick zur VergrößerungMitglieder des SV Friesenhausen durften schon am Vorabend zuschlagen, doch für den „Rest der Welt“ begann der Wettlauf um die begehrten Eintrittskarten zur neuen Spielzeit der  „Fahrenden Gaukler“ am frühen Morgen des 4.12.

Wer – klirrend von der ersten Dezemberkälte – den Schankraum des Sportheims betrat, durfte erst einmal eine Nummer ziehen. Klick zur VergrößerungErfahrung tut Not – so zogen routinierte Kartenkäufer im morgendlichen Joggingdress ein, verschwanden mit beneidenswert niedriger Nummer an den heimischen Frühstückstisch und tauchten Stunden später satt und entspannt wieder auf. Noch erfindungsreicher war der stolze Besitzer von Nr. 1, der bereits morgens um fünf Uhr die eigene Nachkommenschaft auf dem Heimweg von der Diskothek vor das Sportheim dirigiert hatte, um die (hervorragende) Stellung zu halten, ehe er selbst um sechs Uhr persönlich anrückte, um seine Vorhut abzulösen. Unter dem wachen Blick von Peter Hegemann und Stefan Conrad füllte sich ab sieben Uhr die warme Stube des Sportheims. Kartenkäufer-Rookies und Weitgereiste ohne entspannte Frühstücksalternative vertrösteten sich die Wartezeit mit beständig nachgefülltem Kaffee-, Tee und Schnaps, selbstgebackenen Nussecken, Obstkuchen und Rauwurzen.

Um 9:30 Uhr ging es endlich los: Mit staunenswerter Gründlichkeit, die jede Wiederholung der am Buffet genüsslich ausgetauschten Anekdoten über findige Kartenbetrüger früherer Jahre ausschloss, verteilten Petra und Reinhold Mahr die Bestellungen der einzelnen Nummerninhaber auf die Spieltage, kassierten Entgelt und markierten geduldig die vergebenen Sitzplätze. Erst nach der Mittagsstunde fand der Kartenverkauf sein Ende – Ergebnis: Der SV und die Fahrenden Gaukler dürfen auch in diesem Jahr wieder volle Säle erwarten.

 

Vom Jahresausklang unterhalb der Burgruine zu Rotenstein
(Quelle: Eva Schlund)

In Rottenstein traf man sich gut eine Woche später wieder zur traditionellen Dorfweihnacht. Zur musikalischen Einstimmung gab in bewährter Weise Martin Hofmann seinen „Jungen Friesenhäuser Musikanten“ Takt und Töne vor. Die heuer im Feiern kampferprobten Rottensteiner waren perfekt vorbereitet und verteilten Textblätter, so dass jeder Sangeswillige seine Stimme in den Bläserklang mit einbringen konnte. Regina Kötting fand im Anschluss herzliche Begrüßungsworte für alle Rottensteiner und Gäste und las zur weihnachtlichen Einstimmung zwei Geschichten vor.

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Stefan Conrad, Vorstand der Dorfgemeinschaft, freute sich über das große Einzugsgebiet der kleinenVeranstaltung, das inzwischen von Augsfeld über Goßmannsdorf bis nach Würzburg reicht. Er sprach allen Mitfeiernden die besten Wünsche für Advent, Weihnacht, Jahresschluss und für das kommende Jahr 2017 aus. Glühwein und selbstgebackene Plätzchen sorgten traditionell für vorweihnachtlich gute Stimmung.

 

Von der Musik, die die Kälte vertrieb
(Quelle: Gudrun Klopf und Ulrich Kind)

In Happertshausen stand der vierte Advent ganz im Zeichen der Weihnachtsmusik. Die Happertshäuser Musikanten unter der Leitung von Michael Reß konzertierten in der voll besetzten Pfarrkirche Sankt Oswald. In seinem Grußwort zog Bürgermeister Möhring einen bildhaften Vergleich zwischen dem Schicksal der Heiligen Familie und der aktuellen Flüchtlingskrise und nutzte den Anlass dafür, den vielen Helferinnen und Helfern zu danken, die sich in die Betreuung der hier angekommenen Flüchtlinge eingebracht haben. Mit musikalisch erwärmtem Herzen, Bratwurst und Glühwein ließ es sich im Anschluss neben der Kirche bei einem gemütlichen Beisammensein gut verweilen.

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In Kerbfeld zog das alljährlich stattfindende gemeinsame Konzert zahlreicher Musikgruppen aus dem Umland viele Besucher in die Pfarrkirche St. Ägidius. Die Kindergartenkinder des Kindergartens Aidhausen, die Chorgemeinschaft Nassach-Birnfeld, der Chor Sängerlust Aidhausen 1899 e. V. und die Singing Sisters aus Nassach trugen durch ihren Gesang, die Blaskapellen aus Aidhausen und Kerbfeld durch Instrumentalklänge, mal besinnlich, mal flott zu einem abwechslungsreichen und stimmungsvollen Konzert bei. Auch die Gemeinde sang unter Begleitung von Brigitte Bayer an der Orgel. Manfred Mees, Initiator der Veranstaltung, las die Geschichte von der Perle und regte inmitten der musikalischen Eindrücke die Besucher zum Nachdenken über die begrenzte Bedeutung aller materiellen Werte an. Zum Abschluss erklang ein vielstimmiges „Macht hoch die Tür“.

Von einem besonderen Dankeschön

 

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Friesenhausen und Rottenstein haben ein ereignisreiches Jahr voller Festlichkeit hinter sich gebracht. Ehe nun ein wenig Ruhe in den beiden Jubeldörfern einkehrt, galt der letzte Gedanke im Jubiläumsjahr auch den vielen Gästen. Symbolisch steht dafür der in der Ortsdurchfahrt/Marktstraße aufgestellte Neujahrsgruß.

 

 
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